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Das Prinzip von Entwicklung: Dynamik, nicht Statistik

Von der Ehrlichkeit gegenüber der Natur

Max Planck zum 150. Geburtstag

Überlegungen zur Klimahypothese:
Von der Physik der Atmosphäre aus gesehen, gibt es kein Klima. In der Atmosphäre spielt nur das Wetter eine Rolle.

+++ 7. Januar 2012 +++

Der Euro 2012: Ein Jahrzehnt vorprogrammierten Scheiterns

Der zehnt Jahrestag der Einführung des Euro ist schnell ohne große Feierlichkeiten vergangen; aus gutem Grund: Für einen Leichnam kann man nicht Geburtstag feiern.

Nichts auf der Welt kann die Lücke zwischen den wachsenden Schulden und einer zusammenbrechenden Realwirtschaft schließen, und die Brüning-artige deflationäre Sparpolitik der transatlantischen Regierungen verschlimmert alles nur noch. So schrumpften die Aktienmärkte 2011 weltweit um insgesamt 6,3 Bio.$ (6300 Mrd.$), obwohl die Fed im August 1,6 Bio.$ und die EZB im Dezember 500 Mrd.€ Liquidität bereitstellten. Das sind neue Schulden, jedoch nur ein kleiner Teil der weltweiten finanziellen Verpflichtungen, die zum Großteil auf das Derivatkasino der Schattenbanken entfallen.

Die EZB verlieh bei der ersten von drei Ausschreibungen (die 2. folgt im Februar) eine halbe Billion zu 1% an die Banken, und die parkten den Großteil davon wieder zu einem Viertelprozent bei der EZB, machen also beträchtlichen Verlust. Das Geld liegt damit weit weg von der Realwirtschaft und von Staatsanleihen der Eurozone - ausgenommen kurzfristige. Bei der letzten Auktion italienischer Anleihen herrschte nur Nachfrage nach 3-Jahres-Bonds, deren Zinsen sanken von 7,89% bei der letzten Auktion auf 5,6%. 7-Jahres-Bonds, die nicht von der EZB gestützt sind, mußten zu 7,42% verkauft werden, fast 3%-Punkte mehr als die 4,52% Ende August.

So gilt Italien - drittgrößte Volkswirtschaft der EU - inzwischen als wichtigster möglicher Auslöser eines Zusammenbruchs. Wie der EU-Marionettenpremier Mario Monti bei seiner Pressekonferenz zum Jahresende sagte, wird die italienische Wirtschaftsentwicklung „über die Zukunft des Euro und der Weltwirtschaft“ entscheiden.

Was Monti verschwieg wurde, wurde vom Chefökonom der Deutschen Bank, Thomas Mayer in einem Interview am 25. Dezember in der Frankfurt Allgemeinen Zeitung angesprochen.

Er sagte: „Zu Beginn des nächsten Jahres wird Italien in eine tiefe Rezession stürzen. Wenn es dem Land gelingt, da vor den Wahlen im Mai 2013 wieder herauszukommen - was ich erwarte -, dann kann Italien ein Vorbild für alle südeuropäischen Staaten werden. Ansonsten wird die Eurozone auseinanderbrechen.“

Lineare Projektionen der Bank Intesa SanPaolo zeigen 2012 einen Rückgang des italienischen BIP um 1%. Das Land muß in diesem Jahr 400 Mrd.€ umschulden, und die EU fordert einen Abbau des Defizits auf Null bis 2013. Außerdem fordert sie, daß Italien seine Schuldenlast um jährlich 5% bis auf 60% verringert. Auch Ökonomen haben erkannt, daß diese Absichten absurd sind.

Mayer antwortete auf die Frage, ob in diesem Jahr ein Land aus der Eurozone austreten werde: „Mit der Möglichkeit muß man rechnen. Ein Austritt Griechenlands ist nicht mehr tabu.“ Es bestehe ein Risiko, daß dort nach der nächsten Wahl „eine Regierung kommt, die entweder nicht willens ist oder nicht fähig, den Anpassungsprozeß weiterzuführen. Dann würden vermutlich die Hilfsprogramme eingestellt. Und die Griechen müßten eigenes Geld drucken, um ihre Rechnungen zu bezahlen. Dieses können sie Drachme nennen oder auch anders.“



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