+++ 16. Juni 2010 +++
EIR Seminar in Frankfurt: Jetzt sofort
Glass-Steagall-Trennbankensystem!
Eine wichtige Intervention in die politische Debatte in Deutschland über die Zukunft des Finanzsystem war das Seminar, das EIR Nachrichtenagentur am 10.6. in Frankfurt/Main veranstaltete, bei dem Lyndon LaRouche die Hauptrede hielt. Helga Zepp-LaRouche eröffnete die Veranstaltung mit einem Überblick über den Verfallsprozeß Europas, in dem sie auf die erschreckenden Parallelen zwischen der heutigen Verbindung hyperinflationärer Bankenrettungspolitik mit brutalen Sparmaßnahmen gegen die Bevölkerung zu der Politik unter Brüning in den 30er Jahren hinwies. Dean Andromidas berichtete über die Debatte zur Wiedereinführung des Glass-Steagall-Gesetzes in den USA seit LaRouches Internetforum im Juli 2007 bis zu den jüngsten Entwicklungen im US-Senat, und stellte die katalytische Rolle der LaRouche-Bewegung in der hervorbrechenden Massenstreikbewegung in den Vereinigten Staaten dar.
Nach ihm sprach Lyndon LaRouche, der auf diesen Massenstreikprozeß vor dem Hintergrund des seit mehr als 200 Jahren herrschenden Konflikts zwischen den Amerikanern und dem Britischen Empire einging, wobei er insbesondere auf die Moral und das Gefühl der Unsterblichkeit hinwies, die beide notwendig seien, um diesen Kampf gegen das Britische Empire zu gewinnen (siehe LaRouche rät den Deutschen: Bereitet euch auf den Massenstreik vor! und VIDEO - EIR Seminar mit Lyndon LaRouche in Frankfurt).
Es folgte eine ausführliche Diskussion, in der LaRouche die Gelegenheit nutzte, den in Bezug auf wirkliche Veränderungen pessimistischen Deutschen zu raten, sich an den friedlichen Aufstand von 1989 in Ostdeutschland zu erinnern, als die Menschen plötzlich auf die Straße gingen und riefen: „Wir sind das Volk“. Das sei ein wirklicher Massenstreik gewesen, und das werde sich wiederholen, sagte er. Sobald es in den USA dazu komme, wo 80% eine Rückkehr zu Glass-Steagall befürworten, könne dies auch in Deutschland geschehen.
Im Dialog zwischen dem Publikum und LaRouche gab es mehrere wertvolle Beiträge, etwa von Seiten eines früheren Volksbank-Aufsichtsrats, der darauf hinwies, daß es in Deutschland zwar nie eine strikte Trennung von Geschäfts- und Investmentbanken, sondern immer nur Universalbanken, aber sehr wohl mehr als 80 sehr präzise Vorschriften gegeben habe, die den Banken vorgaben, was sie alles nicht machen durften. Mit diesem System hätten die deutschen Banken als Industriebanken bis 1992 sehr gut gelebt, aber die Abschaffung dieser Gesetze habe das deutsche Bankensystem in Schwierigkeiten gebracht.
Der Konsul von Sri Lanka begrüßte die Glass-Steagall-Initiative und nannte sein eigenes Land als Beispiel, um zu zeigen, daß ein Trennbankensystem ein hohes Wirtschaftswachstum fördere - in Sri Lanka habe sich das Wirtschaftswachstum seit Einführung dieses Systems verdoppelt. Ein afrikanischer Teilnehmer wies darauf hin, daß es auch auf Afrika eine remoralisierende Wirkung haben werde, wenn die USA etwas unternehmen, und ein deutscher mittelständischer Unternehmer forderte die Anwesenden auf, sich energischer gegen die Institutionen und ihre ungerechte und destruktive Politik zu wehren.
In seinem Schlußwort konzentrierte sich LaRouche auf die Bedeutung des Gefühls der Unsterblichkeit in der Bevölkerung, und der Wiederbelebung der Entschlossenheit zu wirklicher Wissenschaft, beispielsweise auf dem wichtigen Gebiet der kosmischen Strahlung, dessen Probleme gelöst werden müßten, wenn die Menschheit an die Kolonisierung des Universums, angefangen mit dem Mars, gehen wolle.
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