+++ 3. Februar 2010 +++
Obama streicht das Mond-Mars Programm,
Kesha Rogers fordert Kolonisierung des Sonnensystems
NASA-Chef Charles Bolden kündigte Ende Januar an, nach der im Laufe des Jahres geplanten Außerbetriebnahme des Space Shuttle würden „entweder private US-Unternehmen oder ausländische Stellen“ Astronauten zur Internationalen Raumstation ISS befördern. Die USA würden mehrere Jahre lang keine bemannten Flüge unternehmen.
Der frühere NASA-Chef Mike Griffin verurteilte diese Entscheidung scharf: Dies sei noch schlimmer als die Einstellung des Apollo-Programms unter Präsident Nixon. Die Existenz der nunmehr zu 90% fertigen ISS sei gefährdet und „Geisel der Hoffnung, die derzeit nichtexistente kommerzielle Raumflugkapazität werde rechtzeitig vorhanden sein“. Obama wolle offenbar, daß Amerika seine Führungsstellung in der Raumfahrt aufgibt.
Kesha Rogers von der LaRouche-Jugendbewegung (LYM), die im Wahlkreis des NASA-Sitzes in Texas für den Kongreß kandidiert, verurteilte Obamas Entscheidung ebenfalls. In ihrer Stellungnahme heißt es:
„Ich bin mit Lyndon LaRouche einer Meinung: Wenn Obama so weitermacht, übernimmt er das Rohatyn-Shultz-Modell, in dem private Militärfirmen anstelle unserer nationalen Streitkräfte finanziert werden. Die Privatisierung soll das Programm abwürgen. Es gäbe keine wissenschaftlichen Fortschritte und damit keinen wirtschaftlichen Nutzen. Die Privatisierung beseitigt das Potential für wissenschaftlichen Fortschritt und würde aus der NASA ein Spielzeug für eine Handvoll Reicher machen, die ein Weltraumabenteuer suchen.“
Als Demokratin in der Tradition von J.F. Kennedy und F.D. Roosevelt lehne sie diese Entscheidung strikt ab. „Es ist an der Zeit, daß wir jetzt unsere Absicht kundtun, bis 2050 Kolonien auf Mond und Mars zu betreiben.“ Das gehe nicht, wenn man alles dem Zufall des freien Marktes überlasse, sondern nur mit Staatskredit im Sinne der US-Verfassung.
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