+++ 3. Juli 2009 +++
Pressekorps revoltiert gegen die diktatorische Medienkontrolle der Obama Administration
Das Medienecho auf Präsident Obamas genaustens vorbereiteten Auftritt zu Fragen der Gesundheitsversorgung am 1. Juli kann nur als ausgesprochen mickrig bezeichnet werden. Vor diesem sogenannten „town hall meeting“ (eine öffentliche Veranstaltung also, die allerdings alles andere als öffentlich war) attackierte das gewöhnlich servile Pressekorps des Weißen Hauses Obama nicht nur wegen der Auswahl der Teilnahmeberechtigten sondern auch wegen der Vorauswahl der zugelassenen Fragen.
Die Washington Times berichtete, dass von den sieben gestellten Fragen, vier vom Weißen Haus vorverlesen waren und drei weitere von dem Obama unterstützenden Apparat George Soros’ kamen.
Auf der Pressekonferenz des Weißen Hauses vor dem „Meeting“ kam es zu einer ungewöhnlichen Beschwerde dreier Journalisten bei Robert Gibbs, Sprecher des Weißen Hauses, die anwesende Öffentlichkeit sei völlig kontrolliert. So war der Chef-Korrespondent von CBS, Chip Reid, zu vernehmen: „Es sieht so aus, als ob Zuhörerschaft und Fragen einer ziemlich strengen Kontrolle unterworfen sind. Warum wird das so gehandhabt? Wirklich offen ist das nicht...“
Als Gibbs abwiegeln wollte, hakte die langjährige Korrespondentin Helen Thomas ein: „Das hat es im Weißen Haus bisher noch nie gegeben. Ich bin verdutzt, dass Sie unter diesen Umständen... Offenheit und Transparenz fordern können.“
Nach der Pressekonferenz sagte Thomas den CNS News: „Nixon hat das nicht versucht. Sie konnten [die Medien] nicht kontrollieren. Sie haben das nicht versucht. Glauben sie, wir seien Marionetten? Sie sollten sich aus unserem Job heraushalten. Sie sind unsere öffentlichen Angestellten. Wir bezahlen sie. Ich sage nicht, dass es noch nie orchestrierte Berichterstattung gegeben hat, aber das ist die Verabschiedung vom Prinzip öffentlicher Versammlungen und Pressekonferenzen. Das ist eklatant. Es ist ihnen völlig egal, ob du informiert bist oder nicht. Sie sollten sich schämen.“
Thomas gab auch preis, dass Mitglieder des Pressekorps des Weißen Hauses am Abend vor Pressekonferenzen angerufen werden, um sie zu informieren, dass ihre Frage in der Pressekonferenz am nächsten Tag aufgerufen wird.
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