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Schiller-Institut: Die Weltlandbrücke wird Realität
Jetzt mit Leseprobe: Vorwort: Das Ende der "freien" Marktwirtschaft: Wir brauchen Gesetze zur Rettung des Gemeinwohls!


Lyndon LaRouche: Die kommenden 50 Jahre

Das Prinzip von Entwicklung: Dynamik, nicht Statistik

Von der Ehrlichkeit gegenüber der Natur

Max Planck zum 150. Geburtstag

Überlegungen zur Klimahypothese:
Von der Physik der Atmosphäre aus gesehen, gibt es kein Klima. In der Atmosphäre spielt nur das Wetter eine Rolle.

+++ 2. Juli 2009 +++

Enthüllungen über Cheneys und Blairs Machenschaften
in Berlusconi-Tageszeitung

Il Giornale, die Tageszeitung von Berlusconis Bruder, hat am 30. Juni ein Interview mit dem früheren CIA-Stationschef in Mailand, Robert Seldon Lady, veröffentlicht, in dem dieser zugibt, dass das Kidnapping („extraordinary rendition“) des Ägypters Imam Abu Omar in Mailand im Jahr 2003 auf Anordnung der CIA geschah. Abu Omar war am hellichten Tag auf der Straße gekidnappt und nach Ägypten ausgeflogen worden, wo er Folterpraktiken unterzogen wurde.

Lady, selbst vor der italienischen Justiz flüchtig, ist zentrale Figur eines Prozesses in Mailand, der momentan in seine Endphase geht. Die widerrechtlichen Praktiken der „renditions“ („Auslieferungen“) unter der Cheney-Bush Administration war Gegenstand der Untersuchung verschiedener juristischer Autoritäten in Europa, aber nur im Mailänder Fall hatten die „Entführer“ haufenweise belastendes Material zurückgelassen, wozu Hotelrechnungen, Kreditkartenquittungen etc. gehörten.

Ladys Erklärungen sind höchst belastend für seine Vorgesetzten und für die Achse Cheney-Blair. Es sieht so aus, als ob der von London aus angegriffene Berlusconi gegen diejenigen zurückschießt, die er für die Hintermänner der Angriffe hält.

„Meine Verantwortung liegt nur in der Ausführung von Befehlen, die ich von meinen Vorgesetzten bekam,“ sagte Lady. Der Korrespondent von Il Giornale erreichte ihn an einem nicht bekannt gegebenen Ort über den Internetdienst Skype. Er bestritt, persönlich für irgendein Verbrechen verantwortlich zu sein, weil es sich um eine „staatliche Angelegenheit“ gehandelt habe. Lady sagt, dass die Staatsanwaltschaft zu weit gegangen sei. „Ich habe 25 Jahre im Nachrichtendienst gearbeitet und so gut wie keine Aktivität in diesen 25 Jahren war in dem Land, wo sie geschah, legal.“

Luca Fazzo, der Journalist von Il Giornale, der mit Lady sprach, zitiert den US-Journalisten Matthew Cole, der italienische Vertreter, die der Beteiligung an der „Auslieferung“ bezichtigt worden waren, „weißgewaschen“ hatte. Cole, der demnächst ein Buch über den Fall Abu Omar veröffentlichen will (In the Name of God: The True Story of a CIA Rendition), behauptet, die CIA sei bei der Operation Abu Omar ohne Einverständnis des italienischen Militärgeheimdienstes vorgegangen.

In einem Interview Fazzos mit Cole sagt dieser, dass Jeff Castelli, CIA-Stationschef in Rom und Vorgesetzter Ladys, den Vorsitzenden des SISMI Niccolò Pollari informiert hatte, Collari aber jede Zusammenarbeit abgelehnt habe. Cole spricht auch von einer Nachricht Castellis an das CIA-Hauptquartier in Langley (Virginia), in dem die Auslieferung als „einseitig“ bezeichnet wird. „Nach meinen Informationen“, sagt Cole, „ist die CIA vollständig überzeugt, dass Castelli gelogen hat, als er sagte, er habe die Zusammenarbeit der SISMI.“ Demnach machte sich Castelli der Verletzung des CIA-internen Grundsatzes schuldig: tu nie etwas ohne Mitarbeit der vor Ort zuständigen Geheimdienste.



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