+++ 27. April 2009 +++
Iberoamerika: Atomkraft zurück auf der Tagesordnung
„Nach Jahrzehnten der Lethargie hat die Kernkraft ihren Platz als eine nachhaltige Alternative bei der Energieerzeugung zurückgewonnen“, sagte Norberto Copari von der Argentinischen Nationalen Atom-Energiekommission (CNEA) während einer Konferenz am 19. März in Buenos Aires.
Diese Neubewertung der Kernkraft war das Thema der Konferenz argentinischer und italienischer Wissenschaftler. Argentinien beherrscht inzwischen den gesamten Brennstoffkreislauf, einschließlich der Anreicherung von Uran, und will das Kernkraftwerk Atucha II 2010 oder 2011 fertig stellen. Außerdem wurde eine Vereinbarung mit Atomic Energy of Canada Ltd. über den Bau eines vierten Kraftwerkes unterschrieben. Das Staatsunternehmen, daß die Kernkraftwerke überwacht, Nucleoelectrica Argentina, S.A. (NASA), erklärte, daß der Bau des vierten Kraftwerks im nationalen Interesse liege.
Der Ausbau der Kernkraft in Südamerika ist nicht auf Argentinien beschränkt. Brasilien und Argentinien gründeten die Argentinisch-Brasilianische Agentur für die Nutzung von Kernkraft (Aabasen), die mit der Planung von Projekten für die nächsten 10 Jahre beauftragt wurde, einschließlich medizinischer, industrieller und ökologischer Anwendungen. Aabasen wird bei der Fertigstellung von Atucha II in Argentinien helfen, sowie den Bau von Angra III in Brasilien beginnen. Laut APM news service haben diese Zusammenarbeit und der damit verbundene Fortschritt bei der Energieerzeugung in Ländern wie Venezuela und Chile eine Diskussion über den Bau eigener Kernkraftwerke ausgelöst.
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