+++ 26. April 2009 +++
Düstere Aussichten für die europäische Automobilindustrie
Der Verkauf von Neuwagen in Europa ist im Vergleich zum Vorjahresquartal im ersten Quartal 2009, trotz der Prämien in Deutschland und Frankreich, um 17 % zurückgegangen. Mit einem Minus von 43 % ist Spanien besonders hart betroffen, in Großbritannien gab es einen Rückgang von 30 % und in den osteuropäischen Staaten einen durchschnittlichen Rückgang von 29 % im Quartal.
Noch dramatischer ist die Situation bei den Nutzfahrzeugen: Bei Mercedes-Benz, einem der führenden LKW-Hersteller Europas, gingen die Bestellungen für schwere LKWs im letzten Quartal, im Vergleich zum Vorjahresquartal um 83 Prozent zurück. Der Kollaps in Schlüsselindustrien wie Stahl, Auto, Chemie und Bau hat zu einem Einbruch beim Transportvolumen geführt. Da die Hersteller noch von einer Erholung in absehbarer Zeit ausgehen, wurde die Produktion im letzten Quartal bisher „nur” um 55 % zurückgefahren. Es ist deswegen nur noch eine Frage von Wochen, bis es zu den ersten großen Massenentlassungen in dieser Branche kommen wird.
Diese Zahlen sprechen für sich. Die Bürgerrechtsbewegung Solidarität fordert daher in einem Aufruf die Konversion der Autoindustrie für die Produktion von Dingen, die wirklich gebraucht werden, etwa Landmaschinen für Afrika. Diesen Aufruf finden Sie als Flugblatt im Pdf-Format unter http://www.bueso.de/webfm_send/3473 im Internet.
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