+++ 26. April 2009 +++
Der Welthandel bricht ein
Die Welthandelsorganisation (WTO) prognostiziert für 2009 den schwersten Einbruch des Welthandels seit dem Zweiten Weltkrieg. Laut dem jährlichen Welthandelsbericht vom 24. März wird bereits jetzt erwartet, daß das Handelsvolumen um 9% in 2009 zurückgehen soll. Die Schätzungen der WTO zeigen zwar bei weitem nicht das wahre Ausmaß des Kollapses, deuten aber doch den Zusammenbruch der weltweiten Güterproduktion an. Schon jetzt ist das Überleben großer Transportunternehmen gefährdet. Einzelne Länder sind besonders hart betroffen, so brach der Export Chinas im März gegenüber dem Vorjahresmonat um 26% ein. Da China nach Westeuropa und USA exportiert, ist das ein ganz wesentlicher Indikator dafür, wie es um den Zustand dieser Volkswirtschaften bestellt ist.
Im Augenblick liegen 300 der weltweit 850 Frachtschiffe mit einer Kapazität von über 100.000 Tonnen in den Häfen und warten auf Ladung. Die Häfen stehen vor Entlassungswellen, wie beispielsweise in Bremerhaven, wo laut Financial Times Deutschland 1050 der 2700 Arbeitsplätze gestrichen werden. Die Containerschiffahrt erwartet einen Verlust von 32 Milliarden Dollar für 2009. Die Aufträge im Schiffsbau gingen schon 2008, von 5540 Einheiten im Jahr 2007, auf 2040 zurück.
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