+++ 23. November 2008 +++
Finanzminister Paulson drohte U.S. Kongressabgeordneten:
Rettungspaket zustimmen oder Kriegsrecht
Der amerikanische Senator James Inhofe (Republikaner) hat jetzt berichtet, daß U.S. Finanzminister Henry Paulson Kongreßabgeordneten persönlich gedroht habe, es werde zur Verhängung des Kriegsrechtes kommen, wenn sie das Rettungspaket nicht so beschließen würden, wie die Banken es von der Regierung Bush forderten. Am 2. Oktober hatte der kalifornische Abgeordnete Brad Sherman (Demokrat) bereits ähnliches im Repräsentantenhaus berichtet: „Vielen von uns wurde in persönlichen Gesprächen gesagt, daß, würden wir am Montag gegen die Gesetzesvorlage stimmen, die Welt zusammenbrechen werde; die Märkte würden am ersten Tag um zwei- bis dreitausend Punkte, am zweiten Tag um weitere tausende von Punkten einbrechen und einigen Kollegen wurde sogar mitgeteilt, daß in Amerika das Kriegsrecht ausgerufen werde, wenn wir mit Nein stimmen würden."
Während eines Interviews am 20. November im Radiosender KFAQ in Tulsa (Oklahoma) bestätigte Senator Inhofe jetzt, daß diese Drohung gemacht wurde. Der Radiosprecher Pat Campbell fragte Inhofe: „Jemand in [Washington] D.C. hat euch vor der Abstimmung über das Rettungspaket eine heftige Story aufgetischt, nach der wir etwas in der Größenordnung einer Depression erleben würden, wenn das Paket nicht durchkäme. Einige haben sogar von der Verhängung des Kriegsrechtes und zivilen Unruhen gesprochen. Von wem stammte das alles?"
Inhofe: „Das war Henry Paulson. Wir hatten eine Telefonkonferenz, ich glaube am Freitag - anderthalb Wochen vor der Abstimmung am 1. Oktober. Das muß also ... am 19. September gewesen sein. Da hatten wir diese Telefonkonferenz. Und während dieses Gesprächs - und ich glaube, es gibt keinen Grund für mich, das hier nicht zu wiederholen - entwarf Paulson genau dieses Bild, das sie gerade beschrieben haben. Er sagte, die Lage sei sehr ernst. Es sei die gefährlichste Situation, mit der wir uns je konfrontiert gesehen hätten."
Inhofe hat inzwischen gefordert, daß die verbleibenden Geldmittel, die von der Regierung noch nicht vergeben wurden, zurückgehalten werden sollten, wobei er andeutete, daß Paulson das Geld lediglich an seine Freunde weiterreiche.
Inhofes Forderung greift allerdings viel zu kurz, da wir uns bereits in der Depression befinden, die ja angeblich mit Hilfe der Geldspritzen verhindert werden sollte. Es gibt für dieses Chaos nur eine kompetente Lösung: eine Konkursreorganisation des gesamten Weltfinanzsystems wie Lyndon LaRouche sie definiert hat.
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